13. Mai 2026 – 89.0 RTL

Konzerte

Musiker fordern strengere Gesetze gegen Ticket-Wucher

Die Toten Hosen, Nina Chuba, ie Ärzte und weitere Künstler verlangen von der Bundesregierung schärfere Regeln gegen überteuerte Ticket-Wiederverkäufe und Spekulanten.

Nina Chuba
Foto: ninachuba.com (Erweitert mit KI)

Deutsche Künstler und Konzertveranstalter verlangen von der Bundesregierung schärfere Regeln gegen überteuerte Ticket-Wiederverkäufe. In einem offenen Brief kritisieren Die Toten Hosen, Die Ärzte, Nina Chuba, AnnenMayKantereit, Johannes Oerding sowie zahlreiche Verbände und Agenturen die Praktiken von Zwischenhändlern, die Tickets massenhaft aufkaufen und mit drastischen Preisaufschlägen weiterverkaufen.

Branche beklagt Schaden für Fans und Künstler

„Dass Einzelne sich auf Kosten der Fans bereichern, indem sie Tickets zu Wucherpreisen weiterverkaufen, wollen wir nicht mehr hinnehmen", erklärte Christopher Annen, Vorsitzender des Verbands freier Musikschaffender Pro Musik. Das Geld, das Fans auf dem Zweitmarkt zahlen, fließe weder in neue Musikproduktionen noch in faire Löhne oder Tourneen. Stattdessen lande es bei Zwischenhändlern, die zur Kultur nichts beitragen.

Die Unterzeichner warnen zudem vor Betrug mit gefälschten Tickets: Fans zahlen teils mehrere hundert Euro und stehen am Einlass mit wertlosem Papier da.

Deutschland hinkt bei Regulierung hinterher

Während viele europäische Länder und die USA bereits Regelungen gegen Ticketspekulation eingeführt haben, sei Deutschland ein nahezu regulierungsfreier Raum für Ticketspekulanten. Die Künstler fordern die Bundesregierung auf, zügig einen Gesetzentwurf vorzulegen.

Konkret verlangen sie: Veranstalter sollen bestimmen können, auf welchen Plattformen Tickets weiterverkauft werden dürfen. Gewerbliche Weiterverkäufer sollen maximal 25 Prozent Aufschlag auf den Originalpreis erheben dürfen. Zudem müsse der Einsatz automatisierter Software zum massenhaften Ticketkauf verboten werden.


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