29. Juli 2026 – 89.0 RTL
Zehn Begriffe konkurrieren um das Jugendwort 2026. Ein Begriff wurde von der Jury ausgeschlossen.
Zehn Begriffe konkurrieren um den Titel „Jugendwort des Jahres 2026". Der Langenscheidt-Verlag hat die Finalisten bekanntgegeben – ein häufig eingereichter Begriff wurde jedoch von der Jury ausgeschlossen. Bis zum 20. August können 11- bis 20-Jährige über die Top 10 abstimmen.
„67" und „Crashout" unter den Favoriten
Unter den Kandidaten befindet sich die Zahlenfolge „67" (gesprochen „six seven"), deren genaue Bedeutung selbst Jugendliche nicht erklären können. Sie wird als Insider bei jeder Gelegenheit verwendet und entstand durch TikTok, Basketball-Memes und den Song „Doot Doot (67)" des Rappers Skrilla in den USA.
„Crashout" bezeichnet laut Langenscheidt-Verlag den Moment, wenn jemand komplett die Fassung verliert oder extrem emotional reagiert. Der Begriff kann sowohl ernsthaft als auch ironisch verwendet werden.
Weitere Kandidaten sind der Klassiker „Digga", die viral gegangene Songzeile „Du bist gut genug" aus dem Track von Kitschkrieg mit Blumengarten und Shirin David sowie „Gute Käse" als Ausdruck für Zustimmung oder Lob.
„Ragebait" und „Schere" aus der Online-Welt
„Ragebait" beschreibt Inhalte in sozialen Medien, die absichtlich mit provokanten Thesen oder Falschbehauptungen Wut auslösen sollen – was vom Algorithmus mit Reichweite belohnt wird.
„Schere" stammt aus der Gaming-Szene und bedeutet „Mein Fehler". Der Begriff wird zur Entschuldigung nach einem Fehler verwendet, funktioniert aber auch in allen anderen Alltagssituationen.
Auch „Macker" (für Freund oder Kumpel), „Peak" (das Beste vom Besten), „Süper" (türkisch für „super", bekannt durch ein virales Video eines Ultramarathonläufers) stehen zur Wahl.
„Mehrzweckeier" erfüllt Ausschlusskriterien
Der Begriff „Mehrzweckeier" war am Ende der Einreichungsphase unter den Top 10, wurde aber nicht für die Endabstimmung zugelassen. Der Verlag begründet dies damit, dass der Begriff auf eine Kampagne zurückgeht und gleichzeitig auf einer persönlichen Beleidigung beruht – zwei zentrale Ausschlusskriterien.
Bei dem Begriff handelt es sich um eine Abwandlung von „Merz leck Eier", die bei Protesten junger Menschen gegen die Wehrpflicht auftauchte. Ein 18-Jähriger hatte im März bei einer Schüler-Demonstration in Berlin ein entsprechendes Plakat getragen. Die Polizei ermittelte wegen des Verdachts der Verleumdung von Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz.
Das Voting über die Top 3 folgt nach dem 20. August. Der Sieger wird am 10. Oktober verkündet.
Hier geht es zur Abstimmung für das Jugendwort 2026