13. Mai 2026 – 89.0 RTL
Der DFB plant bei einem WM-Titel die höchste Prämie aller Zeiten – mehr als die 300.000 Euro von 2014.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) plant für die Weltmeisterschaft eine neue Prämienregelung: Bei einem Titelgewinn würden die Nationalspieler mehr Geld erhalten als je zuvor – die genauen Beträge bleiben jedoch vorerst geheim. DFB-Sport-Geschäftsführer Andreas Rettig kündigte am Dienstagabend in Düsseldorf an, dass die Prämie den bisherigen Rekord von 300.000 Euro pro Spieler aus dem Jahr 2014 übertreffen würde.
Keine festen Zahlen vor dem Turnier
Anders als bei früheren Turnieren nennt der DFB diesmal keine konkreten Prämienstufen. „Wir werden keine Zahlen nennen", sagte Rettig bei einer Veranstaltung des Vereins „Düsseldorfer Jongens". Die Höhe der Prämien hänge von mehreren wirtschaftlichen Faktoren ab: dem Dollar-Kurs und unterschiedlichen Steuersätzen in den US-Bundesstaaten, in denen die Spiele stattfinden. Der Weltverband FIFA zahlt dem Weltmeister 50 Millionen US-Dollar, für den Finaleinzug gibt es 33 Millionen.
Leistungsorientierte Staffelung vereinbart
Die Nationalmannschaft hat sich mit dem DFB auf eine stark leistungsorientierte Prämienstruktur geeinigt. „Am Anfang geht die Prämie halt gegen null, dafür wollen wir hinten raus, wenn wir Weltmeister werden, aber auch einen Schnaps mehr", beschrieb Rettig das Gespräch mit Sportdirektor Rudi Völler und Kapitän Joshua Kimmich. Für den Titelgewinn bei der WM 2022 in Katar wären 400.000 Euro pro Spieler fällig gewesen – ebenso bei der EM 2024.
Turnier als wirtschaftliches Risiko für europäische Verbände
Rettig warnte, dass die WM für die meisten europäischen Verbände ohne Halbfinaleinzug ein Verlustgeschäft werde. Der DFB sei deshalb froh über die unkomplizierte Einigung mit dem Mannschaftsrat: „Der gemeinsame Konsens ist: Spielt Fußball und guckt, dass Ihr Erfolge holt.