04. Mai 2026 – 89.0 RTL

Leipzig

Amokfahrt in Leipzig: Zwei Tote und mehrere Verletzte – Ermittlungen laufen weiter

Nach der Amokfahrt in Leipzig laufen die Ermittlungen zum Motiv des Täters weiter. Am Nachmittag ist zudem eine Gedenkveranstaltung geplant.

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Nach der tödlichen Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Mordes in zwei Fällen sowie versuchten Mordes. Der 33-jährige deutsche Täter soll im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden. Er war am Montagabend unmittelbar nach der Tat festgenommen worden.

Zwei Todesopfer und zahlreiche Verletzte

Bei der Amokfahrt wurden eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann getötet. Beide waren deutsche Staatsangehörige. Die genaue Zahl der Verletzten ist weiterhin unklar. Drei Menschen wurden schwer verletzt, insgesamt sollen rund 80 Menschen von den Ereignissen betroffen sein. Viele Betroffene hatten den Ort selbstständig verlassen und sich zum Arzt begeben, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilte.

Schwerverletzter Spanier außer Lebensgefahr

„Wir müssen jetzt nicht befürchten, dass es weitere Todesopfer gibt", sagte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung am Rande einer Gedenkveranstaltung im Paulinum der Universität Leipzig. Ein sehr schwer verletzter Mann aus Spanien sei in Sicherheit. Jung hofft, ihn in den nächsten Tagen besuchen zu können.

Der Täter war am späten Montagnachmittag mit einem weißen Auto vom Augustusplatz kommend über die Grimmaische Straße bis zum Markt gefahren und erfasste dabei mehrere Menschen. Die Polizei nahm den Mann noch im Fahrzeug widerstandslos fest.

Kein politisches oder religiöses Motiv vermutet

Die Polizei geht nach bisherigen Erkenntnissen nicht von einem politischen oder religiösen Motiv aus. Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) sprach von einem mutmaßlichen Einzeltäter. Nach dpa-Informationen war der Mann vor der Tat polizeibekannt. Die Grimmaische Straße und der Bereich rund um den Markt bleiben voraussichtlich den gesamten Dienstag über gesperrt.

Gedenkandacht und Sicherheitskonzept auf dem Prüfstand

Für den Nachmittag ist eine zentrale Gedenkandacht geplant. In der Nikolaikirche soll um 17.00 Uhr eine ökumenische Feier stattfinden, an der Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), Innenminister Armin Schuster (CDU) und Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) teilnehmen werden. Die Stadt Leipzig will zudem die Sicherheitsvorkehrungen in der Innenstadt überprüfen. Der Täter konnte offenbar über den Augustusplatz in die Fußgängerzone einfahren, ohne auf Hindernisse wie Poller zu treffen.

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